Fyberspates

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Edel, bunt und ungewöhnlich: So sind die Garne von Fyberspates aus England, und der kreative Kopf dahinter heißt Jeni Hewlett. Als sie 2004 auf die Idee kam, Strickgarne zu färben, stand sie vor einem Problem, das wir uns heute kaum vorstellen können: "Ungefärbtes Garn zu bekommen, war enorm schwierig, weil es nur wenige Handfärberinnen gab", erzählt Jeni.

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Eigentlich war Jeni gerade dabei ihre Doktorarbeit im Fach Psychologie zu schreiben, aber das war irgendwie nicht das richtige. "Ich war auf der Suche nach etwas Neuem, das mich auch kreativ erfüllen würde. Und da erinnerte ich mich, dass ich schon immer gerne gestrickt und genäht hatte. Meine Mutter hatte jede Menge Handarbeitsbücher, die ich als Kind begeistert verschlang," erzählt sie. Und in die Richtung sollte es auch wieder gehen. "Ich besuchte verschiedene Workshops in London und entschied mich fürs Färben", sagt Jeni. 

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Gemeinsam mit ihrem späteren Mann löste sie das Problem, dass ungefärbte Garne nur schwer zu bekommen waren: Er ließ Garne extra für sie und ihre Färberei spinnen. Jeni verkaufte die Garne zunächst auf E-bay, dann auf ihrer eigenen Webseite unter dem Namen "Fyberspates" – "Das klingt wie 'Cyberspace', das fand ich witzig", sagt Jeni – und bald hatte sie begeisterte Kundinnen aus aller Welt. Mittlerweile haben Jeni und ihr Mann auch ungefärbte Garne für andere Handfärberinnen im Programm und freuen sich, dass die Woll-Szene so bunt und vielfältig geworden ist. "Jede Färberin, jede Designerin hat einen unterschiedlichen Stil, und die Qualität ist mittlerweile unglaublich hoch – das ist großartig! Als ich anfing, gab es nur Standard-Industriegarne aus Wollfabriken, die alten Männern gehörten, die noch nicht mal stricken konnten", sagt Jeni. "Ich finde es toll, mit meiner Arbeit Leute zu unterstützen, denen Wolle und Stricken wirklich etwas bedeutet!"

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Schon seit mehreren Jahren arbeitet Jeni mit einer Färbe-Manufaktur in Peru zusammen. "Ich alleine konnte die Nachfrage nicht mehr bedienen, und ich bin leider keine gute Vorgesetzte – Mitarbeiter einzustellen, hat für mich nicht funktioniert." Darum entwickelt Jeni ihre Farben und Färbetechniken zuhause in Chester (in der Nähe von Liverpool) und reist dann nach Peru, um sie den Färberinnen dort beizubringen. "Die machen einen hervorragenden Job. Besonders schön finde ich, dass es ein lokales Unternehmen ist, das Peruanern gehört und großen Wert darauf legt, Frauen gut bezahlte Jobs und faire Arbeitsbedingungen zu bieten." 

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Jeni strickt am liebsten Pullover, "aber die müssen ganz einfach sein. Wenn sie zu kompliziert sind, lasse ich sie irgendwann liegen und stricke sie nicht zuende." Und natürlich verwendet sie dabei immer ihre eigenen Garne "oder solche, die von Färberinnen kommen, die unsere Rohgarne benutzen. Aber dann habe ich immer ein schlechtes Gewissen!" Ihr Lieblingsgarn ist "Cumulus" – eine luxuriöse Mischung aus Alpaka und Seide: "Die Pullis daraus gehen schnell und sind einfach toll und superweich!". Beim Färben zieht sie aber die anderen Garne vor: "Da mag ich es, wenn sie eine gute Textur haben und die Farbe gut annehmen." Ihre persönlichen Lieblingsfarben sind Karamell- und würzige Gelbtöne, "kombiniert mit Grau sehen die einfach toll aus, und sie sind so fröhlich!" Beim Färben ist sie allerdings offen für alles: "Ich färbe in mehreren Gängen, um besondere Effekte zu erzielen", sagt sie. Von tiefem Violett bis zu knalligem Türkis ist alles dabei.

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Und so freuen wir uns beim Strickmich! Club, dass Jeni eine exklusive Farbe für uns entwickeln wird, die nie wieder irgendwo anders zu haben sein wird. Wir sind gespannt!